Stiftung Schloss Neuhardenberg | nachtkritik.de

Von Fröschen und Schweinchen

von Georg Kasch

Neuhardenberg, 14. August 2010. Wo sind eigentlich die gespreizten Schenkel hin? Nachmittags waren sie doch noch da, skizzenhaft auf ein Bühnenelement gepinselt. Abends dann steht nur noch wie ein Menetekel Å NÖFF NÖFF vertikal auf dem nicht minder rätselhaften Gebilde, das sich neben ein paar weiteren Elementen (eine Bank in Gestalt eines Fisches, eine Art Hochsitz aus Leiter und lila errötetem Phallus-Symbol, eine aufgemalte Fliederdolde) vor der Gartenfront von Schloss Neuhardenberg herumdrückt. Aber die so schlicht eingefangenen Schenkel, die in eine durch einen minimalistischen Strich angedeutete Vulva gipfelten (keines Rumpfes bedurfte es, keines Kopfs), war zu Premierenbeginn einfach weg.


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