Salzburger Landestheater | nachtkritik.de

Die tausendundzweite Nacht in New York

von Reinhard Kriechbaum

Salzburg, 20. November 2009.James, der erfolglose Autor von Kitsch-/Knall-/Herz-/Schmalz-/Zeitgeiststücken, hat noch das Messer in der Hand. Gerade vor der Pause war er noch Haimon, Sohn des Kreon, Gespons der Antigone – und damit eines der Sophokleischen Tragödien-Opfer. Alle in dem bunten Bühnenvölkchen haben irgendwas (ein Kleidungs-, ein Ausstattungsstück) vom Stück zuvor an sich, damit der Wiedererkennungswert steigt. Sogar der Bote hat seinen Spieß dabei, auf den jetzt freilich ein Mikrophon gebunden ist. Er ist jetzt nämlich derjenige im Team, der das Mikro nahe zu den Schauspielern, aber tunlich aus dem Bild halten wird.


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