Hildegard Schmahl erhält den Hermine-Körner-Ring

Prosperos Streben

Berlin/München, 20. Oktober 2010. Die Schauspielerin Hildegard Schmahl erhält den Hermine-Körner-Ring. Wie die Akademie der Künste in Berlin mitteilt, ist sie die vierte Trägerin des Ringes, den die Schauspielerin, Theaterleiterin und Regisseurin Hermine Körner (1878-1960) einst bekommen hatte und der nach ihrem Wunsch immer im Besitz einer "Schauspielerin mit ernsthaftem Streben" sein soll. Schmahl wird den Ring am 13. Dezember in den Münchner Kammerspielen entgegennehmen, wie die Akademie der Künste Berlin am Dienstag mitteilte.

Hildegard Schmahl wurde 1940 in Pommern geboren und wuchs in der Nähe von Bremen und in Hamburg auf. Nach Engagements am Hamburger Thalia Theater, in Braunschweig, Bern und Bochum spielte sie ab 1969/70 an den Staatlichen Schauspielbühnen West-Berlins, danach in Stuttgart, Hamburg und Wien. Sie war unter anderem in Inszenierungen von Niels-Peter Rudolph und George Tabori zu sehen. Anfang der 1990er Jahre kam sie zurück an das Hamburger Thalia Theater. Seit 2001 ist sie Mitglied der Münchner Kammerspiele, wo sie für Rollen wie Prospero in Der Sturm, Deborah Singer in Hiob und einen der fünf Boten in Rechnitz (Der Würgeengel) gefeiert wurde.

Der Hermine-Körner-Ring ist ein Ring mit einer gefassten antiken persischen Münze. Die erste Trägerin des Ringes hatte Körner noch selbst bestimmt: Roma Bahn. Danach wurden die Nachfolgerinnen von der Sektion Darstellende Kunst der Akademie der Künste gewählt, deren Mitglied Körner seit 1955 war. 1975 ging der Ring an Marianne Hoppe (1909-2002), 2004 an Gisela Stein (1935-2009).

(AdK / geka)

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